Emmaus-Wege - ein Impuls der Kolpingsfamilie in der Osteroktav 2021

Kaum zu glauben wie viele Spaziergänger/-innen an meiner Tanne bei Kim und Toni vorbeigekommen sind, um sich ein Ei und die Geschichte mitzunehmen. Ich denke, das waren kleine Emmauswege, die Menschen hierher geführt haben. Mit manchen Kurzzeitgästen konnte ich mich unterhalten. Sie hatten sich über die Idee gefreut und gemeint, dass es doch schön ist, einen solchen Ort, der für kurze Zeit zu einem geistlichen Ort wird, zu besuchen. Sie fühlten sich beschenkt. Und ich fühlte mich beschenkt.

Illustration: Conny Nagel

Wie gut kann es doch tun, das Jahr über immer wieder Emmauswege zu gehen – kurze oder längere – oder eine Emmausradtour zu fahren, um über dies und jenes nachzudenken und  Gewissheit zu erlangen. Und so einfach geht die Geschichte:

Losgehen – Spüren, dass man nicht alleine geht – einen inneren Zuhörer/eine innere Zuhörerin haben oder einen realen  Begleiter/eine Begleiterin neben mir – ein Ziel vor Augen, vielleicht die Antwort auf eine Frage bekommen, einen neuen Blick …  Sich unseres Gottes vergewissern – IHN erkennen – zurückkehren zu den eigenen Aufgaben mir neuem Antrieb, gehalten, gestärkt und gesendet.

Solche Emmaussituationen wünschen wir allen, solche Erfahrungen, die uns sagen lassen: Wir haben den Herrn gesehen. Wie wertvoll und reich ist doch dann unser Leben -  beschenkt umsonst.

Text: Dr. Claudia Hofrichter