Gerecht geht anders - Paul Schobel zum 1. Mai bei der Kolpingsfamilie

Das ist der Titel eines Buches von Paul Schobel, dem Urgestein der Betriebsseelsorge. Am Vorabend zum 1. Mai 2021 war er online zu Gast bei der Kolpingsfamilie Ergenzingen. Unter den 23 Gästen des Abends waren Ortschaftsrats- und Gemeinderatsmitglieder, Kirchengemeinderäte und natürlich Kolpinger und Menschen, die von der kurzfristig ins Programm aufgenommenen Veranstaltung gehört hatten.

Logo der Kolpingsfamilie

„Entweder lernen wir teilen oder das Licht geht aus“  ist nur eines der kernigen Worte von Paul Schobel, die sehr ins Bewusstsein bringen, worum es in der Gesellschaft, für jeden einzelnen bis hin zur Weltgemeinschaft geht. Solidarisch ist man nicht allein. Nur wenn wir die Güter der Erde miteinander teilen und jede/r das bekommt, was er zum Leben braucht, werden wir in eine gute Zukunft gehen, die nicht vom Kapitalismus, von Egoismus und Gier gesteuert wird. Denn die Gier frisst wieder auf, was erwirtschaftet wurde. Die Wirtschaft muss sozial, ökologisch und demokratisch sein, so das Fazit von Paul Schobel. Diese Kurzformel für eine gerechte Marktwirschaft speist sich aus dem Miteinander teilen, aus der Verantwortung für das Klima und den Schutz der Schöpfung sowie auf Mitbestimmung.

Mit seinem breiten Fachwissen ermöglichte uns Paul Schobel eine Zusammenschau über die Kernpunkte sozialer Gerechtigkeit, wie sie die Coronakrise offenbart hat. Wir brauchen eine neues Verhältnis zu vielen Aufgaben unserer Gesellschaft und zu vielen Problemen, die eine neue Lösung brauchen und den Abschied von scheinbar altbewährten kapitalistischen Denkweisen.

Als Kolpinger haben wir Verantwortung mitzumischen bei allen Veränderungen hin zu mehr Gerechtigkeit für alle.

Paul Schobel spricht heute bei der DGB-Kundgebung in Ludwigsburg.